05 April 2006

Optimismus: Oder ein Zeichen an die Wettergötter...
…“Deshalb wisset, dass die Existenz der Gärtner, die trotz dieser schlechten Erfahrungen mit dem Wetter jahraus, jahrein den Frühling begrüßen und einweihen Zeugnis von dem nicht umzubringenden und wunderbaren Optimismus des Menschengeschlechts gibt. Und deswegen kann auch das mieseste Wetter uns die Freude am Garten nur vorübergehend verleiten
Karel Capek

Wie recht er da hat!
Gestern habe ich etwas getan, was ich in meiner ganzen Gärtnervergangenheit noch nie getan habe: ich war trotz Kälte, trotz Schneeschauer und Regen den ganzen Tag im Garten. Das Außergewöhnliche dabei ist, dass ich schon oftmals im Herbst gezwungen war auch in der nassen Kälte zu arbeiten. Aber noch niemals zuvor hat mich ein Frühling soviel Geduld gekostet, soviel Kraft verbraucht um auf Wärme zu warten, dass ich gestern dachte: Es gibt nur zwei Möglichkeiten entweder du gehst zurück ins Haus, an den Ofen und wartest weiter.. oder du trotzt dem Wettergott und bleibst draußen.
Es war nach einer Weile richtig schön. Die Hände so kalt, dass sie die Dornen der Rosen nicht mehr spürten, den Gartenschuhen wuchsen Absätze und meine schwarze Katze schaute so ungläubig auf mein wütendes Tun, dass es mich innerlich erwärmend erheiterte.

Dieser Post ist an die Wettergötter gerichtet: Ihr habt es gehört: Optimismus ist angesagt! Trotz ist angesagt. Und das wichtigste. Die Gartenfreuden sind uns Gartenmenschen nicht zu nehmen. Auch nicht von den lächerlichen Regenschauern vom dunklem Tageshimmel oder sonstigen dummen Einfällen des Wetterapril. Schreibt euch das mal hinter die dunklen Wolken…
und herzlich warme Grüße an alle trotzigen Optimisten...

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