11 April 2006

Gartenluft...Gartenduft...

…und ein Aprilnarr der mich so langsam etwas aus der Fassung bringt wegen seiner Kältekapriolen.
So auch heute morgen. Die Sonne kitzelt mich wach. Oh, denk ich mir: Da muss ich gleich mal raus ins lustig lockende Morgenlicht und schauen mit welchen Pflanzenfreunden ich heute so meine Schwätzchen halte. Ich also ganz luftig raus… und gleich wieder zurück ins Haus um eine warme Winterjacke zu holen. Dann schlendere ich durch den erwachenden Garten, sehe die silbern überhauchten Buchsbäumchen, die hellgrünen Nestchen der unzähligen Gartenschlüsselblumen und bin besänftigt. Ich entdecke die ersten Lenzrosen die ich wegen ihrer so zerbrechlich anmutenden Schönheit sehr mag. Es wird alles gut, denke ich, Sonne und ein Morgenhimmel der verheißungsvoll blau ist. Ich hole meinen gartenkundigen Eisenrechen dessen Holzstiel so warm und glatt in der Hand liegt und bearbeite die Wiese um dem neuen Grün Licht und Luft zu geben.
Als ich in die Nähe des alten Kirschbaumes komme umhüllt mich ein unwiderstehlicher Duft. Nun, wenn ich verrate welches Pflänzlein mir den schenkte so werden viele überrascht sein denn ich liebe den Duft des Storchschnabels. Schwer, würzig, einhüllend, verdichtend, ein Duftgedicht. Ein sinnlicher Duft der mich anregt. Der Erinnerung weckt an eine moosige Steinmauer mit wildem Storchschnabel… Genau so wie ich den moschusartigen Duft des Buchsbaumes liebe der sich verströmt in einer heißen Sommernacht und an eine Sommerlinde und an den Süden erinnert. Oder der Duft der sich erwärmenden Erde...köstlich.
Und was geschieht wenn ich morgen, vielleicht, der Indianernessel etwas näher komme?

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