08 Dezember 2019

Garten- Gedanken am 2. Adventsonntag


Liebe Gartentagebuchleser,

zuerst war ich heute morgen auf dem Hausberg, stieg, wie fast an jedem Tag seit ein paar Wochen, auf den Turm und schaute in die grandiose  Landschaft.( ich nenne es „Turmtraining!) Der Wind wurde zum Sturm und nach einer Weile stiefelte ich die Stufe herab, lief durch den Wald und fuhr wieder nach Hause.
Es war wohl etwas am Geschmack des Windes aus Südwest der mich anregte,- denn sie werden es nicht glauben, ich ging anschließend in den Garten! 
Die alten, schwarzbraunen, daumendicken Stängel der Cosmea  passten nicht mehr in  die zauberhafte Leichtigkeit der Gräser und das Laub der Wisteria lag wie ein Teppich auf den Treppenstufen und machte es gefährlich sie zu begehen.
Dann räumte ich noch ein wenig im Gartenhäuschen auf, entdeckte ein kleines Hornissennest, es war heruntergefallen! Die Hornissen hatten im Juli begonnen dieses Nest zu bauen. Doch etwas muss passiert sein, denn nach ein paar Tagen regen Flugverkehrs der Arbeiterinnen erstarb das Summen im Dachgebälk des Gartenhäuschens. Die Nester der Wespen sind geniale Bauwerke und ich bewahre sie gerne  als „Kunstobjekte“ auf.

Dann schnitt ich eine Girlande cremesilberfarbene Samenstände der „Mongolischen Waldrebe“ und dekorierte damit die Seidenkiefernzweige welche in einer alten Kaffeekanne stecken. Es sieht entzückend aus!
Mir wären sicherlich noch diverse andere „wichtige“ Gartenarbeiten eingefallen, doch so langsam beschlich mich das Gefühl dass ich mich doch etwas zurück halten sollte. Immerhin schreiben wir den 8. Dezember und nicht den 8. März…

Also zurück an den Schreibtisch um dort meine Vorarbeiten zu meinem Gartenbuch weiter zu bringen…Eine Arbeit die nicht so einfach und leicht von der "Hand" geht wie das  Rausrupfen der alten Stängel der Cosmea. ..
***
Noch ein paar Tage und wir feiern mal wieder dieses Weihnachtsfest.
Mir bedeutet es schon seit Jahren immer weniger, die Gründe hierfür sind vielfältiger Art.

Der liebste Tag im Dezember ist schon immer der Nikolaustag gewesen und das ist heute noch so.
Als ich mit meinen Söhnen am Nikolaustag telefonierte fragten mich beide warum ich diesen Tag so sehr mag.
Ich sage, es seien Erinnerungen, an viel, viel, viel früher.
An verschneite Straßen und Überraschungsfahrten durch dunkelnde Täler die ich mit Vorfreude im Herzen als Nikolaus gemacht habe. An eine Gestalt im roten Mantel und langem weißen Rauschebart der mit dem Kartoffelsack raschelt in dem die Nüsse aneinander klappern. An zwei Jungs die mit leuchtenden Augen und einem Lachen in der Kehle warten bis er kommt. Der Nikolaus. Der wirkliche und echte, der seine Stimme verstellt und und die Freude und den Zauber kaum noch aushalten kann. Apfel, Nuss und Mandelkern!
Ja, dieser Nikolaus ist mein Weihnachten!

So gesehen kann ich nun einfach entspannen,- in den Garten gehen, egal ob es Mitte oder Ende Dezember ist, durch das Städtchen laufen und nur winzige Geschenke kaufen, vielleicht ein Büchlein…und mich wundern über die Hektik und den Kaufzwang der um sich greift.

Für heute wünsche ich euch allen einen wundervollen,
wohligen und liebevollen 2. Adventssonntagabend

Herzlichste Grüße… bis bald.
Versprochen!








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