05 Dezember 2006

Advent... eine Kerze brennt...



Liebe Tagebuchleser
Bestimmt haben sie schon ein wenig in meinem neuen Weihnachtsupdate geschmöckert. Vielleicht auch schon einen Blick auf den Adventskalender geworfen. Das Zitat von Che Guevara hat mich etwas erheitert weil es für mich wirklich sehr stark zutrifft.
Doch auch in diesem Jahr ist es geschafft: Die Weihnachtszeit im Garten für Elise kann beginnen...


Diese besondere Zeit des Jahres fängt für mich genau dann an, wenn die erste Kerze brennt, ein Signal das wie durch eine Schale in die Seelenwohnung dringt und all die vielen Stuben dort öffnet. Stuben der Erinnerung und die vielen anderen kleinen Stuben der Gefühle.Lichthelle Stuben des Glücks und der Fröhlichkeit die dann um so mehr Wärme ausstrahlen je mehr ich mich auf dieses Lichtsignal einlassen kann.Mit dieser ersten Kerze spüre ich eine wachsende Vorfreude auf die besinnliche Weihnachtszeit,die an manchen Tagen von vielerlei Vorbereitungen gewürzt wird.
Diesen Rilkebrief habe ich gestern gefunden und ich fand es so arg schön was er über seine Vorfreude schreibt, weil ich dies ganz ähnlich empfinde.Eine Seelenverwandschaft...
Morgen ist Nikolaustag. Diesen Tag liebe ich sehr. Ich liebe es meine kleinen Überraschungen zu verteilen und dabei spüre ich ein inneres Kribbeln, etwas was ich nicht so gut beschreiben kann.
Morgen Kinder wird`s was geben...also schnell noch ein paar Plätzchen backen..
liebste Kerzenlichtgrüße
m


Was schlug mir das Herz, vom Geburtstag an, über den St. Nikolaus-Tag auf Weihnachten zu, und wie steigerte sich diese seine Erregtheit immer noch mehr, am 21ten, am 22ten, am 23ten, - bis am seltsam ausgesparten Nachmittag des Vierundzwanzigsten, in seinem nicht mehr zu steigernden Sturm jene Wind-Stille eintrat, die im Menschlichen mit dem Zuviel beginnt, und in deren reine Athemlosigkeit dann die Glocken, die Glockenspiele eindrangen, die dem Aufspringen der Thüren zuvorflogen durch die Dämmerung des unvergleichlichen Wintertags.
Rainer Maria Rilke
aus einem Weihnachtsbrief an die Mutter, 1923

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